60.000 Fans im Rücken: Ludwig Malter bei der Leichtathletik-Champions-League

Vier Sportler in Rennrollstühlen fahren auf einer Laufbahn in einem Stadion, im Hintergrund Zuschauer und Banner mit der Aufschrift 'WANDA DIAMOND LEAGUE'
Ludwig Malter im London Stadium © Veronika Malter

Vor einer gigantischen Zuschauerkulisse feierten die besten Leichtathletinnen und Leichtathleten der Welt am Wochenende in London ein inklusives Leichtathletik-Fest der Extraklasse. Mittendrin: Österreichs Rennrollstuhl-Pilot Ludwig Malter, der sich mit den größten Namen der Szene ein packendes Rennen lieferte.

London als Vorbild für Inklusion

Am 18. Juli fand das Novuna London Athletics Meet 2026 im London Stadium statt – die 11. Station der Wanda Diamond League. Das Meeting zählt seit Jahren zu den stimmungsvollsten Leichtathletik-Events der Welt und war auch 2026 mit rund 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauern restlos ausverkauft.

Die Wanda Diamond League ist die höchste internationale Wettkampfserie der Leichtathletik. Vergleichbar mit dem Weltcup im Skisport oder der Formel 1 treten die besten Athletinnen und Athleten der Welt von Mai bis September bei verschiedenen Meetings gegeneinander an und sammeln Punkte für das große Saisonfinale.

Besonders erfreulich: Der Para-Sport ist mittlerweile ein fixer Bestandteil des Londoner Diamond-League-Meetings. Anders als bei vielen anderen Stationen werden in London regelmäßig hochkarätige Para-Wettbewerbe direkt in das Hauptprogramm integriert. Die Rennen finden zwischen den Diamond-League-Bewerben statt – vor voll besetzten Rängen und gemeinsam mit den Stars der Leichtathletik.

Malter mischt mit

Auch die internationalen Stars der Para-Szene ließen sich dieses Event nicht entgehen. Angeführt wurde das Starterfeld im Rennrollstuhl über 1.500 Meter von Marcel Hug aus der Schweiz, zehnfacher Goldmedaillengewinner bei den Sommer-Paralympics.

Mittendrin: Österreichs Spezialist für die langen Distanzen, Ludwig Malter. Der Salzburger zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Es war ein super Event! Durch und durch optimal organisiert. Es wurde auf alles geachtet und speziell für uns Rollstuhlleichtathleten alles getan, damit wir unseren Wettkampf in der besten Verfassung absolvieren konnten. Umso toller war es, ins Stadion zu kommen und die tausenden Zuschauer jubeln und klatschen zu hören. Die Atmosphäre war unglaublich und gab einen zusätzlichen Energieschub. Es freut mich sehr, dass wir unseren Sport auf dieser Bühne so gut präsentieren konnten.“

Malter bewies in London, dass er mit der internationalen Elite mithalten kann und seine Einladung absolut verdient war. Mit einer Zeit von 3:00,61 Minuten blieb er nur knapp eine Sekunde hinter Sieger Marcel Hug und belegte den sechsten Platz: “Es war ein taktisches Rennen, bei dem die richtige Positionierung und das Timing für die Attacken entscheidend waren. Am Ende kam es auf den Zielsprint an, der bei den meisten von uns nur wenige Zehntelsekunden Unterschied ausmachte. Ich bin mit meinem sechsten Platz und meiner persönlichen Leistung sehr zufrieden”, analysiert Malter.

Sein Fazit fällt eindeutig aus: “Alles in allem war es ein großartiges Erlebnis für mich. Vor so einem großen Publikum zu performen, war eine tolle Erfahrung. Ich freue mich, wenn es in Zukunft noch einmal die Möglichkeit gibt, in London an den Start zu gehen.”

Das Ergebnis 

© Malter Privat

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